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Dezember 2011

Nachtrag zum Werbungskostenabzug für Erstausbildung aus Neuerungen September 2011. Trotz des BFH Urteils werden die Kosten für Berufsausbildung/Studium nicht als Werbungs-kosten von dem Gesetzgeber anerkannt. Lediglich ein Sonderausgabenabzug sei möglich. Ergo keinen Verlustvortrag.
Hier wird es in der mittlerweile dritten Instanz weitergehen.

Bei Verwendung der Einkommensteuererklärung nach dem von der Finanzverwaltung vorgegebenen ELSTER-Programm wird eine grobe Fahrlässigkeit unterstellt bei Nichtbeachtung der dazugehörigen Anleitung.

November 2011

Nachfolgeentscheidung vom BFH zur umsatzsteuerrechtlichen Abgrenzung von Essenslieferungen. Grundsätzlich soll für „einfach zubereitete Speisen“ der ermäßigte Steuersatz gelten.
Medizinische Behandlungen z.B. Physiotherapie etc. ab 2012 nur noch USt-frei wenn Ärztliche verordnet (Rezept)

Oktober 2011

Subunternehmer in verschiedenen Bereichen wie Lagerarbeiter/LKW-Fahrer etc. werden intensiver auf Scheinselbständigkeit geprüft.
Hier gelten Branchenspezifische Regelungen. Bitte sprechen Sie uns hierzu an.

September 2011

Im Rahmen der doppelten Haushaltsführung scheidet der Werbungskostenabzug bei einem vom Arbeitgeber überlassenen Fahrzeug für wöchentliche Familienheimfahrten aus. FG Schleswig-Holstein.
Kosten für die Erstausbildung nun doch nach BFH des VI Senates abzugsfähig!

August 2011

Der 14. Senat des Finanzgerichts Münster hat entschieden, dass Kosten für gelieferte Mahlzeiten keine haushaltsnahen Dienstleistungen im Sinne von § 35a Abs. 2 EStG darstellen und dass die Erhöhung des Höchstbetrages für Handwerkerleistungen gemäß § 35a Abs. 3 EStG auf EUR 1.200 erst ab dem Jahr 2009 gilt
(Weitere Informationen hier klicken Az. 14 K 1226/10 E).

Ab 2012 können Immobilieneigentümer erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten und einen neuen Sonderausgabenabzug beanspruchen, wenn sie an ihren vermieteten oder selbst genutzten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen energetische Sanierungs-maßnahmen durchführen. Bitte sprechen Sie uns hierzu an!

Juli 2011

Grunderwerbsteuer
Die Erhöhung der Grunderwerbsteuer von momentan 3,5 % auf 5 % im Herbst diesen Jahres ist so gut wie sicher. Momentan befassen sich allerdings die obersten Finanzbehörden mit der Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer. Erster Erfolg stellt der Erlass vom 17.06.2011 dar. Hierin wird angeordnet alle Bescheide vorläufig nach § 165 AO zu erlassen und die Bemessungsgrundlage nach § 17 (2 u. 3) GrEStG offen zu halten.

Neue Pfändungsfreigrenzen ab dem 01.07.2011 nach § 850c ZPO
Der Grundfreibetrag wurde auf 1.028,89 € erhöht.
Handelsrecht:
Lt. Beschluss vom BVerfG wurde entschieden, dass keine verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Offenlegungspflicht besteht.

 

Juni 2011

Bislang konnten nur Ehegatten voneinander steuerfrei Grundbesitz erwerben. Mit dem Jahressteuergesetz 2010 hat der Gesetzgeber insoweit die Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft den Ehegatten gleichgestellt und die Befreiungsvorschrift des § 3 Nr. 4 GrEStG entsprechend ausgedehnt - allerdings erstmals für nach dem 13. Dezember 2010 stattfindende Grundstücksübertragungen. Der 8. Senat des Finanzgerichts Münster hält den für "Altfälle" nach wie vor geltenden Ausschluss eingetragener Lebenspartner von der Steuerprivilegierung des § 3 Nr. 4 GrEStG für verfassungswidrig. Er hat mit Beschluss vom 24. März 2011 dem Bundesverfassungsgericht die Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt, ob diese steuerliche Benachteiligung gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz (Art. 3 Abs. 1 GG) verstößt (Az. 8 K 2430/09 GrE). Näheres lesen Sie in der Pressemitteilung 9/2011 vom 7. Juni 2011.

Mai 2011

Der Große Senat des BFH hat die Grundsätze des Aufteilungs- und Abzugsverbot bei gemischten Aufwendungen aufgehoben.Aus der Folgerechtsprechung des BFH ist eindeutig zu entnehmen, dass eine Aufteilung der Kosten bei einer gemischten Nutzung vorzunehmen ist. Nur wenn eine Aufteilung (Tatsacheninstanz) nach objektiverbaren Kriterien nicht möglich ist, scheidet ein Werbungskosten bzw. Betriebsausgabenabzug aus.


Bestätigung im BStBl 2011 II S. 43, dass Pauschalzuschläge für Sonn- und Feiertage nicht nach § 3b EStG begünstigt sind.


April 2011

Das Schwarzgeldbekämpfungsgesetz soll ab dem 15.04.2011 gelten:
Damit sind für Selbstanzeigen verschärfte Regelungen zu beachten.
z.B. sind Teilanzeigen erhebliche eingeschränkt und ein Zuschlag in Höhe von 5%
wird auf die hinterzogene Steuer fällig.

März 2011

 
Die Verlagerung der Steuerschuldnerschaft nach § 13 b UStG gilt nun auch bei Reinigungsleistungen an Gebäuden.
Hierzu zählen nicht Büro- oder Wohncontainer, Baubuden, Kioske oder Tribünen.

Februar 2011

Neuregelung lt. BMF vom 23.12.10 für die Anerkennung von Darlehensverträgen zwischen Angehörigen.

Urteil zur 1% Regelung. Diese erfasst keine nachträgliche Umrüstungen oder Einbauten.
 
Basel III ab 2013 soll die Eigenkapitalunterlegung von derzeit 8% schrittweise auf bis zu 13 % erhöht werden.
 

Januar 2011

Die Arbeitnehmerpauschale wird von bisher 920 € auf 1.000 € erhöht.
In der Praxis wird sich dies erst im Februar auswirken.
 
Rechnungshof verlangt die Abschaffung der Steuerermäßigung von Handwerkerleistungen.
 
Nach dem Steuervereinfachungsgesetz gelten für das Jahr 2012 untere anderem:
-Die Erhöhung der bisherigen Grenze von 56 % auf 66 % bei verbilligt vermietetem  Wohnraum.

-Die Einführung einer Zwei-Jahres Veranlagung auf Antrag.

Wussten Sie,

... dass im finanzgerichtlichen Verfahren ein Verböserungsverbot gilt? Anders als im außergerichtlichen Einspruchsverfahren kann die angefochtene Steuerfestsetzung im Steuerprozess nie zum Nachteil des Klägers abgeändert, d.h. erhöht werden. Dies verbietet die verfassungsrechtlich gewährleistete Rechtsschutzgarantie (Art. 19 Abs. 4 des Grundgesetzes). Auf der anderen Seite kann das Gericht - selbst wenn es wollte - nicht mehr an Steuervorteil zusprechen als der Kläger begehrt (§ 96 FGO).



Alle Neuerungen sind nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Haftung kann trotz sorgfältiger Bearbeitung nicht übernommen werden. Zu den angegebenen Themen wird gerne weitere Auskunft erteilt.