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Dezember

Die Möglichkeit der Abgabe von komprimierten Unternehmenssteuererklärungen (wie Umsatz/Gewerbesteuer etc.) entfällt zum 01.01.2018. So dürfen die Erklärungen nur noch authentifiziert übermittelt werden. Bei der Einkommensteuererklärung geht die Finanzverwaltung schrittweise vor.
Zum 01.01.2018 fällt die komprimierte Erklärung für Steuerpflichtige weg, die von einem Steuerberater betreut werden.

November

Mit Wirkung zum 01.01.2018 (BGB I 2017, S. 1682) wird das Kindergeld nach Eingang des Kindergeldantrages für maximal 6 Monate rückwirkend ausbezahlt.Bis zum 31.12.2017 beträgt die Rückwirkung 4 Jahre!

Oktober

Kein Betriebsausgabenabzug eines Zahnarztes für Honorarzahlungen zur Erlangung eines Professorentitels.
Mit Urteil vom 13. Oktober 2017 (Az. 4 K 1891/14 F) wurde entschieden, dass ein Zahnarzt, der einen Gastprofessorentitel an einer ungarischen Universität erwirbt, die Erwerbskosten nicht als Betriebsausgaben abziehen kann.

September

Aufgrund der im Rahmen von Außenprüfungen wiederholt festgestellten Manipulationen an Registrierkassen hat der Gesetzgeber mit dem "Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen" auch eine sog. Kassen-Nachschau implementiert.Diese kann ab 1.1.2018 in den Geschäftsräumen von Steuerpflichtigen während der üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten und außerhalb einer Außenprüfung durchgeführt werden.
Eine vorherige Ankündigung ist nicht erforderlich.

August

Mit Urteil vom 14. Juli 2017 (Az. 6 K 2606/15 F) hat der 6. Senat des Finanzgerichts Münster entschieden, dass Kosten für einen für Notfälle eingerichteten Behandlungsraum im privaten Wohnhaus einer Ärztin dem Abzugsverbot für ein häusliches Arbeitszimmer unterliegen.

Juli

Mit Urteil vom 31. Mai 2017 (Az. 11 K 4108/14) hat der 11. Senat des Finanzgerichts Münster entschieden, dass trockene Brötchen in Kombination mit Heißgetränken kein lohnsteuerpflichtiger Sachbezug in Form eines Frühstücks sind.
Die Klägerin stellte ihren Mitarbeitern Brötchen ohne Belag sowie Heißgetränke unentgeltlich zur Verfügung, die diese größtenteils in der Vormittagspause verzehrten. Das Finanzamt sah hierin eine Mahlzeit in Form eines Frühstücks, welches es mit den amtlichen Sachbezugswerten von 1,50 € bis 1,57 € je Arbeitnehmer und Arbeitstag dem Lohnsteuerabzug unterwarf.

Juni

Scheidungskosten sind anders als nach der bisherigen Rechtsprechung aufgrund einer seit dem Jahr 2013 geltenden Neuregelung nicht mehr als außergewöhnliche Belastung abziehbar. Mit Urteil vom 18.05.2017 (VI R 9/16) hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass die Kosten eines Scheidungsverfahrens grundsätzlich unter das neu eingeführte Abzugsverbot für Prozesskosten fallen. Ausnahmsweise greife dieses nur dann nicht, wenn der Steuerpflichtige ohne den Abzug Gefahr liefe, „seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse in dem üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können“.

Mai

Die Aufwendungen für eine künstliche Befruchtung sind abziehbar, wenn die Behandlung mit den Berufsordnungen der Ärzte und Embryonenschutzgesetz vereinbar ist.

April

Die Gewinngrenze (100.000 €) für den Investitionsbetrag bei Freiberuflern ist lt. FG Schleswig Holstein  verfassungsgemäß.

März

Aufwendungen für tierärztliche Behandlung als Haushaltnahe Dienstleistung sind abzugsfähig, sofern die Behandlung im Haushalt erfolgt. Deshalb sind Aufwendungen für eine Tierpension nicht begünstigt.

Februar

Der 7. Senat des Finanzgerichts Münster hat mit Urteil vom 22. Februar 2017 (Az. 7 K 2441/15 E entschieden, dass auch langjährig getrennt lebende Ehegatten zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden können.

Januar

Eine Buchführung ist nicht ordnungsgemäß und berechtigt zur Schätzung, wenn Tagesendsummenbons (sog. Z-Bons) keine Stornobuchungen ausweisen und sich nicht mehr feststellen lässt, ob lediglich Fehlbuchungen oder auch Einnahmebuchungen gelöscht wurden. Der Steuerpflichtige hat neben Unterlagen in Papierform auch alle Unterlagen in Form von Daten, Datensätzen und elektronischen Dokumenten aufzubewahren.
Beschluss des 6. Senats 6 V 81/16, rechtskräftig.